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TransForm: Künstlerische Blicke auf einen Wandlungsprozess

Das ehemalige Industriegelände im Kunzareal Unterwindisch wandelt sich zu einem modernen Wohnquartier. Der Transformationsprozess wird im Sommer 2012 markant sicht- und spürbar. Werkhallen werden abgebrochen oder leergeräumt, es entsteht Lebensraum für einige hundert Menschen. Eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern setzt sich mit diesem historischen Wandel auseinander und gestaltet dazu die Ausstellung TransForm.

Kern und Drehscheibe des Projekts ist das Diesellokal, eine Energiezentrale des Industrieareals, der jetzt symbolische Bedeutung zukommt. Künstlerinnen und Künstlern bespielen verschiedene Räume des Areals, wie zum Beispiel das ehemalige Rohstofflager, das nur schon durch seine imposante Grösse beeindruckt. Besuchende begehen und erleben diese Räume, riechen die letzten Spuren von Baumwollstaub und Schmieröl, und sie werden von den ausgestellten Objekten angeregt, sich in den Wandlungsprozess hinein zu begeben: Was geschah in diesem Raum? Wer hat hier gearbeitet? Wie sah es aus, wie tönte es? Und: Wie wird sich das verändern? Woran machen die Kunstschaffenden den Wandel fest? Wie erleben sie den Wandel? Wie bringen sie dem Betrachter nahe, was Transformationsprozesse sind und wie sie sich zeigen?

Die Ausstellung geht vom lokal Bestehenden aus und weist auf Entwicklungen hin, beschäftigt sich aber auch losgelöst vom Lokalen mit übergeordneten Aspekten von Wandel, Transformation und Durchgängen.

Vom Diesellokal aus werden Führungen zu unterschiedlichen Themen in verschiedene Räume der ehemaligen Spinnerei starten und dem Publikum den Wandel sicht- und erlebbar machen.

Das Projekt TransForm wird von Menschen getragen, die in der näheren Umgebung der ehemaligen Spinnerei Kunz wohnen. Sie akzentuieren damit ihr Interesse am historischen Wandel vom geschlossenen Industrieareal zum Wohnquartier, das ein lebendiger Teil des Windischer Unterdorfs wird.Die Ausstellung ist an drei Wochenenden geöffnet, auch während des traditionellen Unterdorfmarktes und des Durchstichfests (Feier des neuen Arealzugangs). Dadurch wird der Bezug zum Quartier betont.
(» Programm)